Adipositas Selbsthilfegruppe Mallersdorf

Adipositas-Chirurgie

Adipositasoperationen in Mallersdorf

Die Adipositaschirurgie, auch bariatrische Chirurgie genannt, nimmt mittlerweile einen festen Bestandteil in der Therapie des krankhaften Übergewichts ein. Ein wichtiger Grund hierfür sind vor allem schonende minimal-invasive Operationstechniken, die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie.

In Mallersdorf werden an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Adipositasoperationen in verschiedensten Techniken durchgeführt. Ein spezieller OP-Tisch steht für diese Operationen zur Verfügung. Der behandelnde Chirurg entscheidet zusammen mit dem Patienten über das geeignete Operationsverfahren. Standardmäßig werden in Mallersdorf auch eine Psychologin, die Internistische Abteilung sowie die Ernährungsberatung mit einbezogen.

Während der Vorbereitung auf die Operation und in der Zeit danach steht unsere Selbsthilfegruppe den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Hier werden praktische Erfahrungen im Umgang mit den chirurgisch veränderten Verdauungswegen ausgetauscht, Probleme besprochen und Erfolge gefeiert.

Operationsverfahren

Das Magenband

Hier wird ein elastisches Silikonband
von außen um den oberen Teil des Magens
gelegt. So bildet sich ein kleiner
„Vormagen“. Wird dieser gefüllt, stellt
sich ein Sättigungsgefühl ein. Durch
das Magenband wird der Übertritt der
Speisen in den Restmagen verzögert
und das Sättigungsgefühl hält länger
an. Die Nahrungsmenge, die auf einmal
aufgenommen wird, wird nun
deutlich kleiner.

 

 
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Der Magenbypass

Bei dieser Operation wird ein Teil des
Magens mit Klammern vom restlichen
Magen abgetrennt. Ein kleiner „Vormagen“
bildet sich. Dieser Vormagen geht
in den Dünndarm. Der Teil vom Dünndarm,
der vom Restmagen kommt
und die Verdauungsenzyme transportiert,
wird ca. 120 cm tiefer angenäht.
Dadurch findet erst wesentlich weiter
unten die Verdauung statt und erst
später werden Nährstoffe vom Körper
aufgenommen.

 

 
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Die Schlauchmagen-Bildung

Bei diesem Verfahren wird der größere
Teil des Magens operativ aus dem Körper
entfernt. Es entsteht ein so genannter
Schlauchmagen. Dieser Magen hat
dann wesentlich weniger Fassungsvermögen
als der ursprüngliche Magen.

 
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Bilder:
©Johnson & Johnson MEDICAL GmbH,
"Ethicon Endo-Surgery"

 

  • Sie sind zwischen 18 und 65 Jahre alt.
  • Ihr BMI ist größer als 40 kg/m² oder Ihr BMI ist größer als 35 und Sie leiden an Gesundheitsproblemen, die mit schwerem Übergewicht verbunden sind, z. B. Diabetes, Bluthochdruck, Gelenkprobleme, Herzprobleme oder Schnarchen mit regelmäßigem Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe).
  • Sie leiden seit über 5 Jahren an Übergewicht.
  • Es wurde ein multimodaler konservativer Therapieversuch über mehr als 6 Monate erfolglos durchgeführt.
  • Sie haben keine andere Krankheit, die für das Übergewicht verantwortlich sein könnte.
  • Sie sind bereit, Ihre Ess- und Lebensgewohnheiten drastisch zu ändern und eine lebenslange Nachsorge in Anspruch zu nehmen.
  • Es liegt kein übermäßiger Alkoholkonsum vor.
  • Sie nehmen keine "bewusstseinserweiternden" Substanzen.

Was Sie zur Erstvorstellung in der Chirurgie mitbringen sollten

Bei Ihrer Erstvorstellung in der Chirurgie werden wir uns ausführlich Zeit nehmen, um mit Ihnen zu sprechen. Wir sind stets bemüht, unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden, um so komfortabel für Sie und kostensparend für das Gesundheitssystem eine optimale Diagnostik und Therapie anbieten zu können. Sie erleichtern unsere Arbeit und helfen uns, die Zeit in der Sprechstunde optimal zu nutzen, wenn Sie folgende Unterlagen zur ersten Vorstellung in der Chirurgie mitbringen:

  • Ernährungs-/Gewichtsprotokoll der letzten vier Wochen
  • Auflistung bereits erfolgter Diätmaßnahmen
  • Weight-Watchers-Punktekatalog, sofern vorhanden
  • Verträge (z.B. OPTIFAST-Programm o. Ä.)
  • Nachweise über Diätberatungen/Ernährungsschulungen
  • Teilnahmebestätigungen von Selbsthilfegruppen
  • Nachweise über sportliche Aktivitäten
  • Nachweise über Kuren/Rehamaßnahmen
  • Atteste zu Begleiterkrankungen
  • Nachweise über medikamentöse Behandlungen

Grenzen der Adipositaschirurgie

Patienten profitieren nur dann von einer Operation, wenn sie verstehen und erkennen, dass eine grundlegende Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten unumgänglich ist. Die persönliche Mitarbeit und das Engagement der Patienten sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Operation und den anschließenden Gewichtsrückgang.

Durch die Operation werden die Anatomie und die Funktionsweise des Körpers verändert. Für die Umstellung des eigenen Lebensstils sind die Patienten allein verantwortlich. Natürlich unterstützen alle an der Behandlung Beteiligten die Adipositaspatienten bei diesen Veränderungen und Umstellungen. Den Betroffenen steht insbesondere auch nach Abschluss der Behandlung in der Selbsthilfegruppe die Möglichkeit zum hilfreichen Erfahrungsaustausch offen.

Ansprechpartner für Sie im Bereich Adipositas-Chirurgie ist Annette Buchert.